Heuneburgmuseum

Vorgeschichte, Geschichte und Gegenwart unter einem gemeinsamen Dach…


Als die Ergebnisse der 30-jährigen Ausgrabungen auf der Heuneburg so weit wissenschaftlich aufgearbeitet waren, dass sie der Öffentlichkeit präsentiert werden konnten, bot sich die im Jahr 1783 erbaute, inzwischen in die Jahre gekommene, ehemalige Zehntscheuer des Klosters Heiligkreuztal in Hundersingen an.


Die historische Bausubstanz von Außenmauern und Dachstock bildet den Kontrast zu den nüchternen Inneneinbauten für das renovierte Museum, das auch inhaltlich Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet.


Der Museumsrundgang im Erdgeschoss beginnt nach einer Übersicht über die mehr als 100-jährigen Forschungen im Bereich der Heuneburg mit den methodischen Grundlagen der systematischen Ausgrabungen. Daran schließt sich die ausführliche Darstellung der wichtigsten Siedlungsstadien und Befestigungwerke der Heuneburg von der Jungsteinzeit bis in die historische Zeit an. Wegen der aus der älteren Eisenzeit besonders reichhaltigen archäologischen Quellen von der befestigten Heuneburg wurden hier nicht nur Veränderungen in der Siedelweise aufgezeigt, sondern auch die Verbindung zur unbefestigten Außensiedlung und die Entwicklung der zugehörigen Bestattungsplätze.


Auf der Empore im 1. Stock werden die bei der Ausgrabung angetroffenen Nachweise für den hohen Stand von Hand- und Hauswerk vorgestellt. An erster Stelle zu nennen ist das hoch entwickelte Zimmermannshandwerk, das es erst erlaubte, Bauten von über 30 m auf 14 m Grundfläche zu errichten. Erwähnt sei weiterhin die Töpferei, die in vielen Variationen grobe Gebrauchskeramik, aber auch bemalte und unbemalte Feinkeramik umfasst.