Archäologischer Wanderweg

Die Umgebung der Heuneburg glänzt mit einer großen Zahl von Viereckschanzen und Grabhügeln. Die ausgegrabenen Hügel wie der Hohmichele wurden nach den Grabungen zu ihrer ursprünglichen Höhe als Geländedenkmale wieder aufgeschüttet.

 

Seit 1993 sind diese Denkmale, die Heuneburg und das Heuneburgmuseum, durch einen 8 km langen, gut ausgeschilderten, archäologischen Wanderweg miteinander verbunden.

 

Wegmarkierung:

Der rote Pfeil markiert den Rundgang entsprechend der Tafelnummerierung (Beginn Heuneburgmuseum). Den Rückweg finden Sie mit dem weißen Pfeil.

 

  1. Übersichtstafel beim Keltenmuseum Heuneburg (Heuneburgmuseum)
    Zu Fuß ist der Wanderweg in zwei bis drei Stunden zu bewältigen. Wegmarkierung und Symbol des Wanderweges ist der stilisierte Kopf eines bärtigen Silens, eines halbmenschlichen Pferdewesens aus der griechischen Mythologie.
  2. Frühkeltischer Fürstengrabhügel (Lehenbühl)
    Der Lehenbühl gehört zu einer Gruppe von so genannten Fürstengrabhügeln des 6. Jh.v.Chr., die als Grablegen einflussreicher Hofherren und ihrer Familien angesprochen werden können. Der monumentale Grabhügel hat einen Durchmesser von etwa 65 m und ist 4,50 m hoch.
  3. Mittelalterliche Turmhügelburg (Baumburg)
    Den Kern des Burghügels bildet vermutlich ein frühkeltischer Großgrabhügel, der im Hochmittelalter zu einer kleinen Burganlage umgestaltet wurde. Der Sockelbereich weist einen Durchmesser von etwa 80 m auf und wird an drei Seiten von einem Graben eingefasst.
  4. Frühkeltische Siedlungen im Vorfeld der Heuneburg
    Auf dem schmalen Höhenrücken zwischen Donau und Soppenbachtal liegen zwei frühkeltische Siedlungen, die im ausgehenden 7. Jh.v.Chr. zusammen mit der Heuneburg entstanden sind. Die sogenannte Außensiedlung im Westen der Heuneburg erstreckt sich auf einer Fläche mit mindestens 35 ha. 600 bis 700 m südwestlich der Heuneburg liegt eine weitere frühkeltische Ansiedlung, die sogenannte Südsiedlung.
  5. Übersichtstafel beim Parkplatz Freilichtmuseum Heuneburg
    siehe Tafel 1
  6. Außenbefestigungen der frühkeltischen Heuneburg (Fürstensitz Heuneburg und Freilichtmuseum)
    Im unmittelbaren Vorfeld der Heuneburg wurde eine winkelförmig geführte Befestigung angelegt, die einen zusätzlichen Schutz für die Hauptangriffsseite der Heuneburg bewirken sollte. Ebenfalls in die frühkeltische Zeit dürfte eine weitläufige Befestigung auf dem Höhenrücken zwischen Donau und Soppenbach gehören, die das südwestliche Vorfeld der Heuneburg und einen Aufweg aus dem Donautal zusätzlich absichert.
  7. Fürstengrabhügel und Heuneburg-Außensiedlung
    Etwa 400 m nordwestlich der Heuneburg und von dieser durch einen Taleinschnitt getrennt, erheben sich vier monumentale Grabhügel aus frühkeltischer Zeit. Unter Hügel 4 wurden Reste einer großflächigen Ansiedlung entdeckt, die im ausgehenden 7. Jh.v.Chr. zusammen mit der frühkeltischen Heuneburg entstand.
  8. Heuneburg Außensiedlung (Fürstengrabhügel)
    Nach derzeitigem Forschungsstand umfasst die Außensiedlung eine Fläche von mindestens 35 ha und übertrifft damit die nur etwa 3 ha große Heuneburg um ein Vielfaches. Gegen Ende des 6. Jh.v.Chr. wurde die Außensiedlung zusammen mit der lehmziegelmauerumwehrten Heuneburg gewaltsam zerstört.
    Im Zentralgrab des Hügels 1 wurde eine einzigartige 31 cm lange bronzene Lanzenspitze gefunden. Zu den Funden aus den Gräbern der Hügel 2 und 3 zählen ein Bronzekessel mit einem Mündungsdurchmesser von 29 cm und vier so genannte Perlrandschalen. Im Hügel 4 fanden sich unter anderem Teile des Pferdegeschirrs und Reste eines vierrädrigen Wagens.
  9. Frühkeltischer Fürstengrabhügel (Hohmichele)
    Der Hohmichele liegt etwa 3,5 km westlich der Heuneburg inmitten eines aus mehreren Gruppen bestehenden großflächigen Grabhügelfeldes, das heute noch nahezu 40 Grabhügel zählt. Mit einem Durchmesser von 85 m und einer Höhe von 13,5 m gehört er zu den größten Grabhügeln Mitteleuropas.
  10. Frühkeltischer Grabhügel im Wald (Speckhau)
    Im Wald Speckhau, im Umgebungsbereich des Hohmichele, etwa 2 km westlich der Heuneburg, liegen vier Grabhügelgruppen mit insgesamt 36 Hügeln. Ursprünglich dürften es wesentlich mehr gewesen sein.
  11. Spätkeltische Viereckschanze
    Die so genannte Viereckschanze liegt am Rande eines mehr als 30 Hügel umfassenden frühkeltischen Grabhügelfriedhofes, wenig östlich des Fürstengrabhügels Hohmichele. Die Anlage bildet ein unregelmäßiges Viereck mit einer Fläche von 1 ha.

 

Die Pflege sowie Instandhaltung des Archäologischen Wanderwegs übernimmt der Verein Heuneburgmuseum e.V.