Expertenrunde in Heiligkreuztal
Ende April traf sich im Kloster Heiligkreuztal eine Expertenrunde, um sich über die Zukunft der Heuneburg Gedanken zu machen. Fragen der Trägerschaft, der Beteiligung, der langfristigen Konzeption und künftiger Investitionen wurden diskutiert. Die Realisierung eines Schutzbaues für das Steintor stand zudem im Mittelpunkt der Gespräche.
Lesen Sie hierzu einen in der Schwäbischen Zeitung veröffentlichten Artikel:
Heuneburg kann Weltkulturerbe der Unesco werden
HEILIGKREUZTAL – Die Heuneburg soll mittelfristig von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt werden. Das ist bei einem zweitägigen Expertengespräch angesprochen worden. Dazu sind zahlreiche Maßnahmen nötig, etwa ein Schutzbau für das 2005 entdeckte Steintor und die Renaturierung der Talaue.
Die Region um die Heuneburg solle durch die Maßnahmen zu einem Biotop werden, sagte Dr. Dirk Krausse bei dem Expertengespräch. “Die Landschaft wird dadurch erfahrbar.” Die Experten waren sich jedoch einig, dass es für dieses Projekt Visionen brauche. Dazu wurden an den beiden Tagen die aktuelle Lage, Lösungsvorschläge und Beispiele aus anderen Regionen angesprochen.
Klar sei dabei, dass die Gemeinde Herbertingen der großen Aufgabe Heuneburg auf Dauer nicht alleine gerecht werden könne, sagte Herbertingens Bürgermeister Michael Schrenk. “Der Betrieb und der Unterhalt des Museums Heuneburg und des Freilichtmuseums sind sehr teuer”, erklärte Schrenk. Dr. Rainer Hummel vom Regierungspräsidium Tübingen bot an, dass das Regierungspräsidium die Entwicklung rund um die Heuneburg steuernd in die Hand zu nehmen. Eine Finanzierung sei jedoch nicht möglich. Auch das Thema Fördergelder sprach Hummel an. “Ohne Geld geht es nicht.” Geld gebe es jedoch nur bei einem vernünftigen Konzept. Nun soll eine Expertengruppe gebildet werden, die ein klares Entwicklungsprogramm erstellen soll. An den Herbertinger Gemeinderat richtete Hummel die Bitte, dieses “großartige Projekt” gemeinsam anzugehen.
Für die nahe Zukunft müssen vier Probleme gelöst werden. Die Frage nach der Trägerschaft, ein stimmiges Konzept, die Finanzierung sowie die Gründung eines Beirats oder einer Arbeitsgruppe, um das “Schmuckstück Heuneburg” langfristig zu erhalten, wie Hummel betonte.
Donau wird eingebettet
Neben den Erzählungen über den archäologischen Fund der Steinmauer und der Vorstellung des Konzepts eines Schutzbaus für diese Steinmauer wurde auch die Renaturierung in der Talaue zwischen Hundersingen und Binzwangen thematisiert. Dort hat sich die Donau in den vergangenen Jahrzehnten durch die natürliche Erosion eingetieft. An manchen Stellen ist es dadurch gefährlich geworden, weil die Ufer steiler geworden sind. Durch das geplante neue Donaubett soll der Fluss etwa 700 Meter länger werden. Dann solle auch das Hochwasserrisiko gesenkt werden, sagte Dr. Hans-Helmut Klepser. Das Landratsamt Biberach muss nun die Pläne genehmigen, was voraussichtlich bis Ende Mai passieren soll.
